Mittlere-Reife-Klassen

Kurzinformation zum Überblick

Die Mittlere-Reife-Klassen sind ein vierjähriger Bildungsgang innerhalb der Hauptschule und führt entsprechend geeignete Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 in eigenen Klassen in die Jahrgangsstufe 10 und dort zum mittleren Schulabschluss. Zur Vorbereitung auf den Besuch einer M-Klasse in der Jahrgangsstufe 9 und 10 können für entsprechend geeignete Schüler auch M-Kurse eingerichtet werden.

Schulrechtliche Situation

Die gesetzliche Grundlage für die Mittlere-Reife-Klasse der Hauptschule ergibt sich aus dem Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG) Art. 7: Art. 7 (6).... "Für besonders leistungsstarke Schüler werden ab der Jahrgangsstufe 7 Mittlere-Reife-Klassen angeboten, in den Jahrgangsstufen 7 und 8 zur Vorbereitung auf Mittlere-Reife-Klassen auch Mittlere-Reife-Kurse." und Art 7 (7): ... " In der Jahrgangsstufe 10 führt die Mittlere-Reife-Klasse zum mittleren Schulabschluss".

Die Mittlere-Reife-Klassen sind ein vierjähriger Bildungsgang innerhalb der Hauptschule ab der Jahrgangsstufe 7 und führen geeignete Schüler in die Jahrgangsstufe 10 und dort zum mittleren Schulabschluss.

Mittlere-Reife-Kurse (M-Kurse):

Zur Vorbereitung auf den Besuch einer Mittleren-Reife-Klasse in der Jahrgangsstufe 9 und 10 können für geeignete Schüler auch Kurse eingerichtet werden. Ein Mittlerer-Reife-Kurs bezogen auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch muss in den Jahrgangsstufen 7 und 8 angeboten werden, wenn die Schule in den Jahrgangsstufen 7 und 8 keine Mittlere-Reife-Klassen führt und nicht im Einzugsbereich von Mittlere-Reife-Klassen der Jahrgangsstufen 7 und 8 liegt (§ 33 Abs. 4 VSO).

Aufnahme:

Der Besuch der Mittleren-Reife-Klassen und M-Kurse ist freiwillig. Er setzt die Zustimmung der Erziehungsberechtigten und die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler voraus. In die Mittlere-Reife-Klassen und M-Kursen werden nur Schüler aufgenommen, die auf Grund ihrer Leistungen und ihres gesamten Lern- und Arbeitsverhaltens Aussicht haben, den mittleren Schulabschluss zu erwerben.

Berechtigungen:

Vorrücken und Wechsel in die Regelklasse: Der erfolgreiche Besuch der Mittleren-Reife-Klasse berechtigt nach den Bestimmungen des § 46 Abs. 6 VSO zum Vorrücken in die nächsthöhere Jahrgangsstufe der Mittlere-Reife-Klassen. Für das Wiederholen der Mittleren-Reife-Klasse: siehe eigener Artikel. Für das Vorrücken in den Mittlere-Reife-Klassen gelten strengere Bestimmungen (§ 46 Abs. 6 VSO) als in der Regelklasse.

Wechsel in die Regelklasse:

Ein Wechsel aus der Mittleren-Reife-Klasse in die Regelklasse ist jederzeit möglich. So besucht der Schüler

- nach Abschluss eines Schuljahres in der Regel die nächsthöhere Jahrgangsstufe der Regelklasse,

- bei einem Wechsel während des Schuljahres die gleiche Jahrgangsstufe, die er in den Mittleren-Reife-Klassen besucht hat.

In der Jahrgangsstufe 9 hat ein Wechsel in die Regelklasse ggf. so frühzeitig zu erfolgen, dass die für die Teilnahme an der besonderen Leistungsfeststellung (Quali) erforderlichen Jahresfortgangsnoten in der Regelklasse gebildet werden können.

Abschlüsse:

Die bestandene Abschlussprüfung führt am Ende der Jahrgangsstufe 10 nach den Bestimmungen des Mittleren Schulabschlusses der Hauptschule (§ 60 -§ 63 VSO) zum Mittleren Schulabschluss mit den entsprechenden Berechtigungen (vgl. Fall L).

Die Teilnahme an der besonderen Leistungsfeststellung ermöglicht den Schülern der 9. Klasse der Mittlere-Reife-Klassen (M9) den Erwerb des qualifizierenden Hauptschulabschlusses (vgl. Fall F). Der erfolgreiche Hauptschulabschluss wird nach den Regelungen des erfolgreichen Hauptschulabschlusses mit entsprechender Schulbildung erworben (vgl. Fall C).

Unterricht:

Der Unterricht in den Mittlere-Reife-Klassen der Jahrgangsstufen M7 bis M10 wird auf der Grundlage der Stundentafel und des Lehrplans der Hauptschule durchgeführt. Dabei ist ein erhöhtes Anforderungsniveau einzuhalten, das sich an den Anforderungen der Abschlussprüfung zum mittleren Schulabschluss orientiert und eine gezielte kontinuierliche Vorbereitung gewährleistet.

Für Unterricht und Schüler bedeutet erhöhtes Anforderungsniveau:

  • Vertiefung und Ausweitung der Lerninhalte
  • Höherer Grad der Beherrschung der Lernziele
  • Höheres Arbeitstempo
  • Höhere Komplexität der Aufgabenstellung
  • Geringere Fehlerhäufigkeit
  • Höhere Selbstständigkeit der Schüler

Quelle: www.schulberatung.bayern.de



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